Ich hab lange nach einer Klasse gesucht, mit denen ich Konfigurationsdateien für eine Website erstellen und verwalten kann. Gelandet bin ich, wie so oft, bei PEAR. In diesem Falle logischerweise bei PEAR::Config.
Eigentlich bin ich kein allzu großer Fan von PEAR. Nicht zuletzt auch weil ich es schöner finde, wenn man sein Zeug selbst geschrieben hat. Allerdings hatte ich doch Schwierigkeiten etwas angemessenes zu schreiben und dachte, dass es sich jetzt noch lohnen würde umzusteigen. Gedacht getan hab ich PEAR::Config heruntergeladen und versucht es in meine Scripte einzubinden.
Ihr müsst wissen: Ich hab mir zwar einige Sachen zum Thema PEAR durchgelesen, doch selbst ausprobiert hab ich es noch nie. Zu den Sachen die ich gelesen habe zählt übrigens nicht, wie man PEAR in seinen Scripten nutzt.
Ich habe dann die Config Dateien auf meinen Lokalen Server hochgeladen und in die index.php eingebunden. Beim Ausführen der index.php hat sich dann die Config Klasse beschwert, es würde eine bestimmte Klasse oder eine Datei (ich weiß schon gar nicht mehr was…) fehlen. Zu diesem Zeitpunkt wußte ich noch nicht, dass XAMPP, das auf meinem Server läuft, bereits PEAR::Config vorinstalliert hat. Ich bin dann “kurz” das Hauptverzeichnis durchgegangen und hab geguckt, wo sich das Ding befinden könnte. Die Suche erweiterte sich dann von ganz alleine auf das gesamte XAMPP Verzeichnis.
Fündig geworden bin ich nicht direkt, aber ich habe den Ordner “pear” im Verzeichnis von XAMPP gefunden. Dort war wiederum ein Ordner namens “config”. Und in diesem Ordner, man glaubt es kaum, waren die gleichen Dateien wie die, die ich selbst Heruntergeladen hatte. Oder jedenfalls Dateien mit dem gleichen Namen.
Ich hatte herausgefunden, dass XAMPP bereits PEAR::Config vorinstalliert hat.
Nun bin ich einfach mal davon ausgegangen, dass dieses ominöse “pear” Verzeichnis Teil des include path von PHP ist, und hab ganz stumpf über “include ‘Config.php’” versucht die Config Klasse einzubinden. Es funktionierte nicht. Weiß der Herrgott warum. War mir auch scheißegal.
In Rage über diesen Mist kopierte ich dann einfach mal ein paar Sachen hin und her, bis es funktionierte (Warum ich jetzt schon in Rage war? Weil ich für das Einbinden einige Minuten eingeplant hatte, ich befasste mich nun allerdings schon den gesamten Nachmittag damit, Anleitungen durchzugehen und Tutorials zu suchen, die irgendwie doch alle nicht funktionierten…). Jetzt musste ich nur noch die Bedienung der Klasse meistern, aber da schreib ich ein anderes Mal drüber, is’ auch so’ne story…
Nun kam der Tag an dem ich mir bei HostEurope diesen Webspace bestellte. Nach einer kleinen Wartezeit konnte ich dann auch auf den FTP Server zugreifen und meine bereits geschriebenen Scripte hochladen.
Ich habe mir dabei nur geringfügige Gedanken bezüglich der Verfügbarkeit von PEAR gemacht, zu groß war die Wut – man könnte sagen es hat bleibende Schäden, ja ein Trauma hinterlassen – als das ich da noch eine Sekunde drüber nachdenken wollte.
Naja, PEAR::Config ist nicht auf den HostEurope Servern installiert. Versuche, PEAR über den Webinstaller nachzuinstallieren (2) schlugen fehl. An diesem Punkt habe ich überlegt, ob ich nicht einfach nur zu blöd für diesen ganzen Birnen krempel bin. Bei der Suche nach einer Alternative fiel mir dann die Konfigurations Klasse von Smarty quasi in den Schoss (Die nennt sich Config_File, ich hab hier eine kleine Dokumentation gefunden). Die ist allerdings noch PHP4 und nur auf das Auslesen von Konfigurationsdateien ausgelegt, ich hätte also den Teil selbst noch dazu schreiben müssen, der die Dateien schreibt.
Jetzt bin ich wieder da, wo ich anfing. Beim Schreiben einer eigenen kleinen Config-Klasse, dieses Mal auf JSON Basis. Vielleicht bleib ich auch einfach bei MySQL…
Was ich nicht ganz verstehe ist, dass die PEAR Leute doch wollen, dass man deren Packages/Klassen benutzt (davon ist ja auszugehen, sonst würden sie sich die Mühe nicht erst machen, würde ich sagen
), aber warum machen die es einem dann so schwer? Ich sage nicht, dass mir keine Fehler unterlaufen sind, aber ich denke die Installation von PEAR ist doch ein wenig sehr umständlich.
Warum nicht einfach wie bei Smarty: Runterladen, Einbinden, Hochladen und es läuft. Und wenn ein Package von einem anderen Abhängig ist, wird es dem Benutzer mitgeteilt und er lädt die auch herunter. Und wenn es am Ende zehn Packages sind, Hauptsache man kann sie über ganz simples Einbinden zum Laufen bringen. Finde ich jedenfalls.
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